Schloss Melkof
Gut (Schloss) Melkof wurde erstmals 1471 urkundlich erwähnt, als Knappe Ullrich Pentz als Eigentümer von Hufen und Höfen in Melkhof genannt wurde. Die Familie von Pentz blieb über Generationen eng mit dem Gut verbunden, verschiedene Linien übernahmen und verwalteten den Besitz im Laufe der Jahrhunderte. Nach dem Tod von Markwart Ernst von Pentz 1733 fiel das Gut an die Besendorfer Linie derer von Pentz.
Im frühen 19. Jahrhundert wurde das klassizistische Herrenhaus Melkof (zwischen 1819 und 1820) errichtet, dessen Entwurf dem Architekten Carl Heinrich Wünsch zugeschrieben wird. Später übernahm die Familie von der Decken das Gut; nach dem Tod von Julius von der Decken 1867 ließ seine Witwe Anna Hedwig von der Decken die Gutskirche Melkof mit Gruftanbau errichten, die 1870 geweiht wurde.
Das Gut blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Kanitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut enteignet und aufgesiedelt, das Land an Flüchtlinge verteilt. Heute befindet sich das Herrenhaus Melkof in Privatbesitz und ist eines der größten Herrenhäuser Norddeutschlands aus der Zeit des Historismus.