Schokoladenfabrik A. Driessen

Aus veikkos-archiv
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Die Geschichte der A. Driessen Schokoladenfabrik in Rotterdam beginnt um 1820, als Adrianus Driessen in der Molensteeg ein kleines Schokoladengeschäft mit Werkstatt und Wohnräumen eröffnete. Aus diesem Handwerksbetrieb entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten eine der bedeutendsten niederländischen Kakao‑ und Schokoladenfabriken. Die Rohkakaobohnen stammten teilweise aus der damaligen Kolonie Suriname, was dem Unternehmen früh Zugang zu hochwertigen Rohstoffen verschaffte.

In den 1850er‑Jahren wuchs der Betrieb so stark, dass 1854 eine erste größere Stoomfabriek in der Rotterdamer Arbeiter‑ und Gewerbegegend Rubroek in Betrieb genommen wurde. 1870 folgte eine neue, modernere Fabrik an der Rechter Rottekade, in der bereits 1878 rund 70 Arbeiter beschäftigt waren. Das Unternehmen erhielt 1871 das Prädikat „Hoflieferant“, und seine Produkte wurden auf zahlreichen Industrieausstellungen ausgezeichnet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Driessen zu den wichtigsten Schokoladenherstellern der Niederlande und blieb trotz der Expansion ein Familienunternehmen, das 1901 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

Die Firma erlebte um 1900 eine Phase großer Blüte, doch die weltweite Kakaokrise von 1907 führte zu stark steigenden Rohstoffpreisen. Trotz dieser Belastungen arbeiteten 1919 noch über 600 Menschen in der Fabrik. Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsenkrach von 1929 traf das Unternehmen jedoch so schwer, dass es 1935 von der Bredase Schokoladenfabrik Kwatta übernommen wurde. Die Produktion wurde später nach Princenhage verlagert, womit die über hundertjährige Geschichte des Rotterdamer Familienbetriebs endete

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