Sellin

Aus veikkos-archiv
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Sellin wurde erstmals 1295 als „Zelinische Beke“ urkundlich erwähnt und gehörte über Jahrhunderte zur Grundherrschaft der Fürsten zu Putbus. Bis 1326 war das Dorf Teil des Fürstentums Rügen, danach des Herzogtums Pommern, ab 1648 gehörte es zu Schwedisch-Pommern und kam 1815 an Preußen. Die Einwohner lebten lange als Leibeigene und betrieben vor allem Landwirtschaft und Fischerei.

Ab 1880 begann die Entwicklung Sellins zum Badeort, die mit dem Bau von Lübky’s Hotel 1887 und der Anlage der Wilhelmstraße als Promenade einen entscheidenden Schub erhielt. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Villen im Stil der Bäderarchitektur, 1906 wurde die erste Seebrücke errichtet, die zum Wahrzeichen Sellins wurde. Die Blütezeit als mondänes Seebad setzte um 1900 ein, und Sellin entwickelte sich zum zweitgrößten Badeort auf Rügen.

In der DDR-Zeit wurden viele Hotels und Pensionen enteignet („Aktion Rose“ 1953). Nach 1989 begann die umfassende Sanierung der historischen Bausubstanz, der Wiederaufbau der Seebrücke wurde 1998 festlich eingeweiht, und Sellin ist heute ein beliebtes Ostseebad mit reicher Bäderarchitektur und touristischer Infrastruktur.

Reklamemarken und Siegelmarken

Verzeichnis der sortierten Reklamemarken und Siegelmarken mit einem Bezug zu Sellin.