Verein für Ferienkolonie

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Der Verein für Ferienkolonie befand sich in Erlangen und entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert als Teil der sozialen Reformbewegungen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern aus einkommensschwachen Familien einsetzten. Ziel des Vereins war es, diesen Kindern einen Ferien- und Erholungsaufenthalt zu ermöglichen, da die gesundheitlichen Belastungen durch beengte Wohnverhältnisse, schlechte Ernährung und fehlende Freizeitangebote in den Städten sehr hoch waren.

Der Verein organisierte Aufenthalte in ländlichen Regionen, wo die Kinder frische Luft, gesunde Ernährung und Bewegung genießen konnten, und verstand sich als eine Einrichtung der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge. Die Ferienkolonien waren zugleich pädagogisch geprägt, da die Kinder dort betreut wurden und soziale Regeln sowie gemeinschaftliches Leben erlernten. In Erlangen war der Verein eng mit kirchlichen und bürgerlichen Initiativen verbunden, die sich für Armenpflege und Kinderfürsorge engagierten, und er entwickelte sich zu einer wichtigen Institution der lokalen Wohlfahrtspflege.

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