Wegeleben
Wegeleben ist eine Stadt der Verbandsgemeinde Vorharz im Landkreis Harz östlich von Halberstadt in Sachsen-Anhalt.
Reklamemarken und Siegelmarken
Geschichte
Die Gebiete um Wegeleben waren bereits um 2000 v.Chr besiedelt, was durch die Freilegung eines Gräberfeldes der Glockenbecherkultur vom Hirtenberg bei Deesdorf nachgewiesen werden konnte. Die Ortsendung -leben lässt darauf schließen, dass die Besiedelung dann vorrangig durch den Volksstamm der Warnen ab dem 4. Jahrhundert n.Chr erfolge. Um den Einfällen der Magyaren Einhalt zu gebieten, werden in der Region um Wegeleben um 930 mehrere Burgen errichtet, so auch in Wegeleben. Der Ort wird 1020 mit einer Schutzmauer umgeben und verfügt über drei Tore. Die Kirche in Wegeleben wird vermutlich im 11./12. Jahrhundert erbaut. Bis 1288 herrschten in Wegeleben die Askanier, die dann jedoch ihr Lehen in Form von Burg und Stadt an den Bischof von Halberstadt verpfändeten. Eine tatsächliche Urkunde der erstmaligen vergabe der Stadtrechte gibt es für Wegeleben nicht, jedoch wird vermutet, dass diese im Zusammenhang mit dieser Verpfändung vergeben wurden. Das Dorf Kuhley, welches nordwestlich vor Wegeleben gelegen war, wird 1393 mit der Stadt vereinigt. Nach dem Westfälischen Frieden fällt die Stadt gemeinsam mit dem Bistum Halberstadt an das Kurfürstentum Brandenburg-Preußen, Kurfürst Friedrich Wilhelm bestätigt Wegeleben 1651 die Stadtrechte. Nach dem Preußisch-französischem Krieg und der Niederlage bei Jena und Auerstedt wird Wegeleben von französischen Soldaten geplündert und fällt an das neu gegründete Königreich Westphalen. Wegeleben liegt im Departement der Saale und ist Sitz des Kantons Wegeleben. Im Zuge der Reformen wird das Kloster in Adersleben 1809 aufgehoben. Nach dem Wiener Kongress fällt Wegeleben wieder an Preußen und ist nun Teil der neu gegründeten Provinz Sachsen. 1846 wird die erste Zuckerfabrik in Wegeleben auf der Domäne errichtet. Im Jahr 1862 erhält die Stadt Anschluss an das Bahnnetz und wird drei Jahre später zum wichtigen Knotenpunkt. Die Zuckerfabrik wird 1873 an der Harslebener Straße erbaut. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1884 gegründet. Das neue kaiserliche Postamt wird 1900 errichtet, der Eulenturm erhält 1910 ein Dach. Nach dem 1. Weltkrieg ist Wegeleben in der Weimarer Republik Teil der Provinz Sachsen im Freistaat Preußen. Die Stadt ist Teil des Kreises Oschersleben. Während des Zweiten Weltkrieges kam es immer wieder zum Zuzug von evakuierten und ausgebombten Flüchtlingen, etwa aus Großstädten. Auch Kriegsgefangene befinden sich in der Stadt, daher sind 1945 über 6000 Einwohner in der Stadt gemeldet. Wegeleben wird am Abend des 11. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit und kommt zur Sowjetischen Besatzungszone. 1952 wird die DDR in Bezirke eingeteilt, Wegeleben kommt zum Kreis Halberstadt im Bezirk Magdeburg. 1953 werden die LPGs in den Ortsteilen gegründet. Nach der Wiedervereinigung ist Wegeleben nun Teil des Landes Sachsen-Anhalt. Die Zeit der 90er Jahre bedeutete viele Veränderungen für Wegeleben. Die Oberschule und das Freibad wurden geschlossen, der Bahnhof verlor an Bedeutung.[9]
Text: Wikipedia
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