Windmühle Parey

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Windmühle Parey

Die historische Windmühle in Parey, gelegen am malerischen Aussichtspunkt „Kühnes Loch“, blickt auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurück, die im Juli des Jahres 1896 begann. In einer Zeit, als es in Parey noch bis zu acht Windmühlen gab, kaufte der Müller Brandt eine alte Bockwindmühle im nahegelegenen Burg bei Magdeburg, ließ sie abbauen und durch den Pareyer Zimmermeister W. Hoppe am heutigen Standort nahe dem Elbarm wieder aufbauen.

Nach einigen Besitzerwechseln übernahm im Jahr 1904 die lokale Müllerfamilie Ogen den Betrieb der Mühle. Um die Leistungsfähigkeit der Anlage zu steigern und mehr Platz für moderne Mahlmaschinen zu schaffen, ließ der Müllermeister A. Ogen das Bauwerk in den Jahren 1951 und 1952 grundlegend umbauen. Dabei wandelte der Mühlenbauer K. Kühl die klassische Bockwindmühle in eine moderne Paltrockwindmühle um, indem das gesamte Mühlengebäude auf einen steinernen Ring mit einem Rollenlager gesetzt und mit einer Windrose ausgestattet wurde, wodurch sich die Mühle fortan automatisch in den Wind drehte. Diese Modernisierung sicherte den Erhalt des Bauwerks, bis ein schwerer Schicksalsschlag im Jahr 1983 die Mühle traf, als sie nach einem Blitzeinschlag vollständig bis auf die Grundmauern niederbrannte. Da das technische Denkmal den Einwohnern von Parey als prägendes Wahrzeichen fehlte, beschloss man nach der politischen Wende den originalgetreuen Wiederaufbau. In den Jahren 1992 und 1993 wurde eine baugleiche Paltrockmühle, die ursprünglich aus Frenz bei Köthen stammte und dort 1991 abgebaut worden war, an die Stelle der abgebrannten Mühle nach Parey versetzt. Heute steht das liebevoll restaurierte Bauwerk als geschütztes technisches Denkmal im Zentrum des Tourismuskonzepts der Region Jerichower Land und kann im Rahmen von Veranstaltungen oder Ausflügen besichtigt werden.