Maximilianeum

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Reklamemarke Maximilianeum

Das Maximilianeum im Münchner Stadtteil Haidhausen beherbergt seit 1876 die Stiftung Maximilianeum für begabte Studenten aus der Pfalz und Bayern, in deren Besitz sich das Gebäude auch befindet. Außerdem ist es seit 1949 Sitz des Bayerischen Landtags. Der Bau liegt auf dem östlichen Isar-Hochufer (Maximiliansanlagen) in Sichtachse der Maximilianstraße über die Maximiliansbrücke. Die aufwändige Kulissenarchitektur erzielt eine große Fernwirkung.


Geschichte des Gebäudes

Am 5. Oktober 1857 ließ König Max II. den Grundstein für den Bau des Architekten Friedrich Bürklein legen. Aufgrund statischer Probleme durch die Lage des Baues am Isarhochufer wurde die Fassade des Maximilianeums, die ursprünglich im neugotischen Stil der Maximilianstraße geplant war, unter dem Einfluss von Gottfried Semper im Stil der Renaissance mit Rundbögen, Säulen, Mosaiken und büstengefüllten Nischen gestaltet. 1874 war der Bau nach mehrmaligen Nachbesserungen endgültig fertiggestellt.

Bis 1918 war im Maximilianeum neben der Studienstiftung und einer historischen Galerie auch die königliche Pagenschule untergebracht. Bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in den Galerieräumen die Münchner Kunstausstellung veranstaltet. Gegen Kriegsende wurden zwei Drittel des Bauwerks zerbombt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude durch Karl Kergl wieder aufgebaut. 1949 wählte der Bayerische Landtag das Gebäude zu seinem Sitz, was entsprechende Änderungen in den Galerieräumen notwendig machte. Als der Bau für die vielfältige Nutzung zu klein wurde, fügte man 1958/59 und 1964/65 im Osten Flügelbauten mit Büroräumen und Sitzungssälen an.

Von 1992 bis 1994 folgte eine Erweiterung durch die Architekten Volker Staab und Jürgen Pleuser, 2010 bis 2012 eine weitere Ergänzung von dem Berliner Büro Léon-Wohlhage-Wernik-Architekten.

An der Ostwand des heutigen Konferenzraumes befindet sich als der Teil der Historischen Galerie ein großes, von Engelbert Seibertz geschaffenes Fresko, auf dem Alexander von Humboldts Einführung in einen Kreis von Wissenschaftlern und Künstlern vor der Kulisse des Maximilianeums, noch in den neogotischen Formen vor der Planänderung von 1864, dargestellt ist. Das Historienbild Die Hermannsschlacht, das der Maler Friedrich Gunkel zwischen 1862 und 1864 für das Maximilianeum geschaffen hatte, ist im Zweiten Weltkrieg untergegangen.



Text: Wikipedia

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