Prießen geht vermutlich auf einen slawischen Ursprung zurück; der Name wurde erstmals 1329 als „Prizin“ urkundlich erwähnt und leitet sich wahrscheinlich vom altsorbischen Wort für „Birke“ ab. Im selben Jahr verkaufte Kurfürst Rudolf I. das Dorf an das Kloster Dobrilugk, das Prießen bis 1541 besaß. Danach wechselte das Dorf mehrfach die Herrschaft, gehörte zeitweise zur böhmischen Krone und kam 1815 mit der Niederlausitz an Preußen.
Im 19. und 20. Jahrhundert war Prießen von landwirtschaftlicher Entwicklung, großen Dorfbränden (1816, 1835), dem Bau einer Windmühle (1594), Infrastrukturmaßnahmen (z. B. Friedhofsverlegung 1898, Stromanschluss 1922/23, Telefon 1909) und den Folgen der Weltkriege geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl durch Vertriebene aus dem Osten stark an, und das Dorf wurde Teil des Kreises Finsterwalde im Bezirk Cottbus.
In der DDR-Zeit entstand eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft und neue Infrastruktur wie ein Lebensmittelgeschäft (1974). Seit 2001 ist Prießen ein Ortsteil der Stadt Doberlug-Kirchhain. In den letzten Jahrzehnten wurden Straßen, Energie- und Kommunikationsnetze modernisiert und das ehemalige Konsumgebäude zum Gemeindezentrum umgebaut.
Dorfkirche Prießen
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