Eichwalde

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Die Gemeinde wurde erst 1893 gegründet und ist seither als grüne Vorort-Oase auf über 6.500 Einwohner angewachsen. Vom S-Bahnhof Eichwalde kann man viele Wander- & Fahrradausflüge in die Umgebung unternehmen. Zum Beispiel zum baden, Pilze sammeln oder einfach nur um die Natur zu genießen.

Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Eichwalde ergänzen.

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Eichwalde

Vor ungefähr 40 Jahren lag am Wege zwischen Grünau und Zeuthen ein einsames Gehöft, Gut Radeland. Von ihm ist nur ein unscheinbares Gebäude und ein malerisches Büdnerhaus übrig geblieben, denn auf der Feldmark entstand die heute blühende Gemeinde Eichwalde.

Um das Jahr 1800 15 Einwohner, 1900 780 Einwohner und jetzt bereits über 3000. Ursprünglich war Radeland ein Domänenvorwerk, das zu Cöpenick gehörte. Näheres wird erst aus einem Vergleich vom Jahre 1753 ersichtlich, als das Amt Cöpenick an den jüngeren Bruder Friedrichs des Großen – Prinz August Wilhelm – das Vorwerk Radeland abtritt und als Ersatz dafür andere Gerechtsame erhält.

1781 wurden auf dem südlichen Teil des heutigen Gemeindebezirkes 2 Einwandererfamilien aus der Pfalz angesiedelt. Nach dem Tode des Prinzen wurde das Vorwerk zur Herrschaft Königswusterhausen gelegt und zur Franzosenzeit – 1812 – an den Staatminister v. d. Reck verkauft. 1819 ging das 1049 Morgen große Rittergut in den Besitz der alten Beamtenfamilie Romanus über. Der geringe Ertrag, Familienverhältnisse und der Verkauf von Parzellen ließen mehr und mehr von dem einstigen Besitz absplittern.

1892 beantragten die Eigentümer die Umwandlung des Gutes in eine Landgemeinde, die am 20. März 1893 genehmigt wurde. Es ist der Geburtstag von Eichwalde. Die junge Gemeinde, die von 1899 ab eine selbstständige Kirchengemeinde bildet und 1908 ein stattliches Gotteshaus besitzt, bildet sich immer mehr zu einem der beliebtesten Vororte im Süden Berlins aus. Groß angelegte Bebauungspläne lassen heute das künftige Schöne erkennen. Dort, wo ehemals der Gurtshof von Radeland war, steht seit 1913 die katholische St. Antoniuskirche im Schutze einer prächtigen alten Linde von ungefähr 25 Metern Höhe.

Einwohnerzahl 1925:männl. : 1444, weibl. : 1680

Quelle: Adressbuch Teltow 1927