Freidorf

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Im Durchbruchsgebiet der Dahme, durch die Teupitz – Krausnicker Staumoräne gelegen, deren Boden ebenso wir die angrenzenden Sanderflächen an Ertragsfähigkeit dem Geschiebemergel des eigentlichen Teltowplateau erheblich nachsteht, ist auch Freidorf nicht als eine deutsche Gründung der askanischen Kolonisationsperiode anzusprechen. Die Kleinheit der Gemarkung – 98 Hektar – zeigt ebenfalls, dass wir es nicht mit einem Dorf aus der Blütezeit des Wiederdeutschwerdens unserer Heimat zu tun hat.

Geschichtliche Nachrichten fehlen aus dem Mittelalter ganz, doch kann angenommen werden, dass sich das Land bis zur Dahme im Besitz der Schenken von Landsberg auf Burg Teupitz befand. 1642 verkaufte ein Mitglied der Schenken ein Stück Teupitzer Heide an Michael Eyen, dessen gleichnamiger Sohn es 1665 an Christoph Döbbern veräußerte. 1680 hat es der Schwiegersohn des letzteren, Gottfried Kober, der diese Besitzung – nunmehr „Koberei“ genannt – an den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1719 veräußerte. Dadurch konnte dieser seine geliebte Herrschaft Wusterhausen um ein beträchtliches Stück vergrößern.

1730 finden wir „Freyendorf“ mit Teurow und „Staaken“ zu einem Amte Teurow Vereinigt, dass jährlich 720 Taler Pacht abwarf. Friedrich der Große ließ hier ebenfalls Kolonisten ansiedeln und vergrößerte dadurch künstlich die Einwohnerzahl, die um 1800 den ersten genauen Nachweiß erfuhr. Danach gab es 137 Einwohner in 28 Haushalten. 1843 wurde Freidorf Haus – Fideikommissgut. 1856 war die Zeit der Einwohner auf 233 angewachsen, die 33 Häuser bewohnten. 1900 231 in m48 Wohnhäusern und 1925 erst 244 Einwohner in 49 Häusern; trotzdem inzwischen der Ort Chausseeverbindung mit Halle erhalte hatte.

Einwohnerzahl 1925: männl.: 115, weibl.: 129 Anbaufläche : 129 ha Nächste Eisenbahnstation : Oderin, Fernstrecke, Berlin – Halbe – Cottbus Postanschrift : Halbe ( Kr. Teltow)

Quelle: Adressbuch Teltow 1927