Gebr. Bongardt & Co. (Hagen)

Aus Veikkos-archiv
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Briefkopf 1897
Briefkopf 1923
Reklamemarke
Firmengründer

Die Brüder Max, Wilhelm und Carl Bongardt gründeten im Jahr 1870 in Limburg in Westfalen ein Gussstahl-, Walz- und Hammerwerk und eine Drahtzieherei unter der Firma „Gebrüder Bongardt & Co.“ Zwölf Jahre später im Jahr 1882 erfolgte mit dem „Stahl- und Drahtwerk Röslau“ eine weitere Firmengründung in Bayern. Das Stammhaus der Firma Bongardt in Limburg reicht nachweislich zurück bis zum Jahr 1832.


Da sich das ursprüngliche Werksgelände im Hohenlimburger Stadtzentrum vor dem Hintergrund einer angestrebten Expansion zunehmend als Hemmschuh erwies, wurde dieser Standort aufgegeben und das gesamte Werk 1907 an den rd. 10 Kilometer entfernten heute zu Hagen/Westf. gehörenden Ort Kabel verlegt.


Urkundlich wird die Familie Bongardt in Limburg bereits im 18. Jahrhundert mit dem am 17. April 1729 in Duisburg geborenen Johann Gottfried Bongardt erwähnt, der in seinen jungen Jahren vorübergehend Konrektor in Limburg war bevor er mit seiner Familie wieder abwanderte. Sein am 6. Januar 1772 geborener Sohn Johann Carl Bongardt kehrte nach Limburg zurück und trat dort in die Dienste des Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg ein und übernahm an seinem Hofe im Schloss Hohenlimburg neben dem Amt eines fürstlichen Hofkammerats zugleich auch das des Rentmeisters.


Anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums des „Stahl-und Drahtwerk Röslau“ hat die Gemeinde Röslau im Jahr 2007 den Firmengründern die „Gebrüder-Bongardt-Straße“ gewidmet.


Hinweise auf die Firma „Gebrüder Bongardt & Co.“ finden sich auch im Jahr 1988 eröffneten Deutschen Kaltwalzmuseum im Schloss Hohenlimburg.


Hohenlimburg ist nicht nur die Wiege sondern seit jeher auch das Zentrum der deutschen Kaltwalzindustrie: Noch heute werden an diesem Ort rd. 70% der gesamten deutschen Kaltwalzerzeugnisse hergestellt.



Der Name der Gemeinde Limburg wurde auf der Grundlage eines preußischen Landeserlasses im Jahr 1879 in Hohenlimburg geändert



Adresse: Feldmühlenstr. 3

58099 Hagen/Nordrhein-Westfalen


Quelle: Dr. Johannkarl Bongardt/Bremen