Miersdorf

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Geschichte --- Routen & Tipps

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Miersdorf

Bestimmte Anzeichen sprechen dafür, dass Miersdorf erst nach der eigentlichen askanischen Besiedelungsepoche gegründet wurde, als später entstanden ist, als andere Teltowdörfer. Trotzdem dürfte die Anlage noch aus dem 13. Jahrhundert stammen. Die erste Nachricht datiert von 1375, wonach „Myrenstorf“ 40 Hufen umfaste. Um diese Zeit besaß der Brandenburger Markgraf keine Gerechtsame mehr im Orte, sondern hatte alle Einkünfte einen gewissen Broburg verpfändet, der einen Teil an den Berliner Bürger Sünder als sogenanntes Afterlehen übertrug.

Auch die von Buden werden als Besitzer einiger Erträgnisse genannt, die in der Folgezeit in bürgerliche Hände übergehen. Von 1440 an finden wir die Familie von Enderlin (oder Enderlein) ansässig, die sich im Orte über zweihundert Jahre hielt und in der Zeit verschieden Bauernhöfe aufkaufte, um so ihren Gutsbesitz zu vergrößern.

1624 waren daher nur noch 4 Bauern und 3 Kossäten ansässig, deren Güter im Dreißigjährigen Kriege fast all eingingen, aber bald wieder besetzt wurden. Auf Drängen König Friedrich Wilhelm I. veräußerte Siegmund von Enderlin das Gut an diesen für 20 000 Taler, der es nun seiner Herrschaft Wusterhausen zulegte und von dort aus verwalten ließ.

Neben der typischen Anlage eines Angerdorfes, die uns der Ort zeigt, von der aber manch Charakteristisches im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen ist, fesselt die malerische Lage der Kirche inmitten alten Baumbestandes. Wegen der Baufälligkeit ließen die Gutsherren nach dem Großen Kriege das Gotteshaus aus altem Material neu errichten und ausstatten, wobei auch ein vorgeschichtlicher Mühlstein Verwendung fand. Das Kirchhofsportal ist – wie in Mahlow – aus Ziegeln im sogenannten Klosterformat errichtet, die von dem jetzt üblichen Format erheblich abweichen.

Einwohnerzahl 1925: 334 männl. 373 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927