Nudow

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Nudow ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Auf einer Talsandfläche, unmittelbar am Niederungsgebiet der Nuthe liegend, dürfte das verhältnismäßige kleine Dorf von deutschen Kolonisten im 13. Jahrhundert gegründet worden sein. Der Name steht sicher in seiner Wurzel mit dem Fließe im Zusammenhange, das noch 1741 als „Nudo“ in Erscheinung tritt.

1375 erwähnt das karolinische Landbuch den Ort als Zubehör des Schlosses Saarmund, wohin auch die 13 Bauern Zinsen und Naturalabgaben zu entrichten hatten. 1450 sagt das Schoßregister, dass Nudow den Herren auf Beuthen gehört, denen von Schlabrendorf, die nun einen Teil der Abgaben bezogen. Diese Familie beschlagnahmte, wie 1624 bekannt gegeben wird, eine Bauernhof mit 3 Hufen Landes und setzte deren Zinsfreiheit durch; jedenfalls in der Absicht, hier ein Rittergut entstehen zu lassen, von dem aber in der Folgezeit nicht mehr die Rede ist.

Nach dem Dreißigjährigen Kriege, in dem sich nur ein Bauer und 5 Kossäten behaupten konnten, finden wir auch die Schlabrendorf nicht mehr ansässig, sondern das Dorf gehörte im Jahre 1652 denen von Schwerin. Nicht lange scheine sie im Besitz diese ertragreichen Grund und Boden gewesen zu sein, denn bald darauf wird Nudow als landesherrliches Eigentum erwähnt, dass erst dem Amte Saarmund, dann dem Amte Potsdam angegliedert wurde.

Die jedenfalls bald nach der Gründung des Dorfes erbaute Kirche musste wegen Baufälligkeit abgetragen werden; 1733/34 ließ König Friedrich Wilhelm I. das jetzt noch bestehende Gotteshaus erbauen, worauf auch die Chiffre F.W.R. in der Wetterfahne hinweist. Beachtenswert ist ein in die Kirchhofsmauer eingelassener Grabstein der Barbar von Thümen die 1577 als Gattin „des gestrengen und ehrenfesten Caspar von Reibnitz“ in Nudow starb. Die stark verwitterte Sandsteinplatte , die bis 1885 auf dem Kirchhof lag und dann ihren jetzigen Platz erhielt, zeigt das Bild der adligen Dame in einem faltenreichen Gewande, beide Hände zum Gebet gefaltet.


Einwohnerzahl 1925: 179 männl. 177 weibl. Anbaufläche: 680 ha Eisenbahnstrecke : Drewitz – Vorortstrecke Charlottenburg – Rehbrücke- Beelitz -Heilstätten Postanschrift : Saarmund Bez. Potsd.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927