Deutsch Wusterhausen

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Geschichte --- Routen & Tipps

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Deutschwusterhausen

Mit Sicherheit ist anzunehmen, dass Deutschwusterhausen eine Gründung von den askanischerseits in das Land gerufenen Kolonisten ist, die dem bestehenden „ Slawischwusterhausen“ – dem heutigen Königswusterhausen – eine deutsche Siedelung benachbarten. Zur Zeit der ersten Erwähnung, um 1375, befindet sich bereits ein Herr v. Schlieben im Besitz des Dorfes, von dessen Bewohnern er nicht unbeträchtliche Abgaben erzielte. Schon vor der Zeit des ersten Zollern vergrößerte die Familie ihren Besitz, setzten sich auf der Burg „ Wendesgen Wusterhueße“ fest und lebte eine Zeitlang im Sinne des damaligen Adels als Herren, die sich niemand untertan fühlten.

Die dem Kurfürsten Friedrich I. geschworene Treue, ließ zwar das freie Leben nicht mehr zu, aber die Kraft oder die Luft zum Bewirtschaften der eigenen Scholle schien zu fehle, denn von der großen Besitzung in Deutschwusterhausen blieben immer größerer Flächen Ackerland unbestellt und wurden wüst. Um 1475 erwarben die schenken von Teupitz das Dorf, behaupteten sich bis nach dem Dreißigjährigen Kriege, wurden aber dann durch Vermögensverfall gezwungen, Deutschwusterhausen zu veräußern.

Die „Edlen Gänse zu Putlitz“ die das Dorf erworben hatten, verkauften es bereits 1687 an Kurprinz Friedrich, der schon seit einigen Jahren bestrebt war, möglichst viele Güter der dortigen Gegend zu erhalten. Bis in die Zeit des Niederganges Preußens verblieb Deutschwusterhausen bei der Herrschaft Königswusterhausen, wurde aber dann, wie viele andere Ländereien, an Private zu Erbpachtrecht verkauft.

Menken, ein Verwandter Bismarcks, der das Gut 1859 erwarb, waren die Besitzer. Seit 1900 ist es Rieselgut der Stadt Schöneberg, die hier und auf der Ragower Feldmark ausgedehnte Rieselfelder anlegen ließ.

Gutsbezirk Deutschwusterhausen: Einwohnerzahl , männl. 136, weibl. 182

Quelle: Adressbuch Teltow 1927